Wien

Bibliographische Daten:

Buch: Mobilfunk, Mensch und Recht

Buch-Titel: Mobilfunk, Mensch und Recht
Herausgeber: Wolfram Karl / Eduard Christian Schöpfer
Eckdaten des Buches: 192 Seiten inkl. Abbildungen / Hardcover
Inhalt: Das Buch widmet sich brennenden medizinischen, demokratiepolitischen und menschenrechtlichen Fragen des Mobilfunks.
ISBN-10: 3-9502273-0-X
Preis: EUR 14,90 inkl. Versand
Rückfragehinweis: Tel.: 0662 84 31 58 - 11

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Aus dem Inhalt des Buches:

Das Thema Mobilfunk bewegt nach wie vor die Gemüter. Während die Regierung und die Mobilfunkbetreiber nicht müde werden, auf die gesundheitliche Unbedenklichkeit der von Mobilfunkanlagen und Handys ausgehenden Strahlen hinzuweisen, warnen angesehene
Wissenschaftler wie auch die Österreichische Ärztekammer vor einem sorglosen Umgang mit dieser neuartigen Technologie.

Zum Thema „Mobilfunk, Mensch und Recht“ veranstaltete das Österreichische Institut für Menschenrechte am 16.12.2005 eine Podiumsdiskussion, bei der anerkannte Experten die im Zusammenhang mit der Mobilfunktechnologie auftretenden Probleme unter medizinischen,
rechtlichen und demokratiepolitischen Aspekten beleuchteten, grund- und menschenrechtliche Defizite offen legten und Lösungsmöglichkeiten präsentierten, wie dem Schutz der Bevölkerung vor gesundheitlicher Beeinträchtigung durch Mobilfunkstrahlung in effektiver Weise entsprochen werden könnte.

Der vorliegende Band 1 der neuen Schriftenreihe des Österreichischen Instituts für Menschenrechte "menschenrechte konkret" versammelt die bei der Veranstaltung gehaltenen Referate bzw. abgelieferten Diskussionsbeiträge.

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In seinem Eröffnungsreferat behandelt Gerd Oberfeld, Umweltmediziner des Landes Salzburg und weithin anerkannter Mobilfunkexperte, das „Gesundheitsrisiko Mobilfunk“ anhand ausgewiesener Studien über gesundheitsschädliche Auswirkungen durch Mobilfunksendeanlagen.

Karl Richter, Initiator der deutschen Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie, zeigt in seinem Beitrag „Mobilfunk und Demokratie im Widerstreit. Der gesellschaftliche Preis eines fragwürdigen Fortschritts“ auf, dass im Bereich des bedeutenden Wirtschaftsfaktors Mobilfunk demokratische und ethische Werte schon längst keine Rolle mehr spielen. Seine Schlussfolgerung: Die Grenzwerte schützen Politik und Industrie, aber keinen einzigen Bürger.

Mit Ferdinand Kerschner kommt einer der renommiertesten österreichischen Umweltexperten zu Wort. Er ortet ein eklatantes Rechtsschutzdefizit im öffentlichen und zivilen Recht, da im österreichischen Recht Anrainern von Mobilfunkanlagen keinerlei Möglichkeit eingeräumt wird, dem fernmeldebehördlichen Genehmigungsverfahren als Partei hinzugezogen zu werden und die Zivilgerichte dem Vorsorgegrundsatz grundsätzlich keine Beachtung schenken.

Wolfram Karl erläutert „Die Vorgaben der EMRK in Angelegenheiten des Umweltschutzes“. Er fordert erweiterte Mitwirkungsrechte der Bürger im staatlichen Entscheidungsprozess, wodurch den Menschenrechten Genüge getan werde und aufwändige Verfahren in Straßburg immer weniger notwendig würden.

Im letzten Beitrag zeigt Eduard Christian Schöpfer die grund- und menschenrechtlichen Defizite der aktuellen Rechtslage in Österreich auf und setzt sich kritisch mit der einschlägigen Rechtsprechung der Gerichte auseinander, die – so der Autor – weder mit dem Vorsorgeprinzip noch mit den Erfordernissen eines modernen Umweltschutzes im Einklang stehen. Als letzter Ausweg bleibe Betroffenen nur mehr die Anrufung des EGMR, wobei Schöpfer in der Einbringung einer Sammelklage die größte Chance sieht, in Straßburg mit einer Mobilfunkbeschwerde durchzudringen.

Ein ausführlicher Anhang unter anderem mit dem Abdruck der Podiumsdiskussion und einer Reihe von einschlägigen Gerichtsentscheidungen rundet das Werk ab.
 



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