Wien

Buch: Mehr Mut, Bürger!



Buchcover: Mehr Mut, Bürger

Buchvorstellung:  31.1.2012, um 10:30 Uhr
Ort:     Bürgerbüro Ehrenhauser, Garnisongasse 22, Alservorstadt, 1090 Wien
Buchtitel: Mehr Mut, Bürger!   
ISBN: 978-3-9502853-2-1

Am 31. Jänner 2012 lud der fraktionsfreie EU-Abgeordnete (ehemals Liste Dr. Martin) und Herausgeber Martin Ehrenhauser alle Medienvertreter und Interessierte zur Vorstellung des neuen Bürgerbuchprojekts "Mehr Mut, Bürger!" ein. Darin erzählen 16 mutige und unabhängige Mitglieder der Zivilgesellschaft in 20 spannenen und authentischen Beiträgen, wie sie konkret politische Entscheidungen beeinflussen. Das Buch ist ein Aufruf zu mehr Bürgerbeteiligung.
 

Stellungnahmen mehrerer Autoren, unter anderem:
* Mag. Martin Ehrenhauser
fraktionsfreies Mitglied des Europäischen Parlaments und Herausgeber des Buches.
… Der Unmut von vielen Bürgern steigt mehr und mehr, meines Erachtens auch zu Recht, weil die Politik in immer mehr Verstrickungen hinein geraten ist. Die  Abhängigkeit der Politik ist gestiegen und dadurch ist die Möglichkeit der Politik, zu grundlegenden Reformen – so wie wir sie jetzt wirklich brauchen – schlußendlich gesunken, teilweise unmöglich. Hinzu kommt natürlich auch das Problem der Korruption. … Nur die Zivilgesellschaft kann mehr glaubhaft Kritik am Systen üben. Darum haben wir das Projekt gemacht. ... Die Autoren für sich sind ein wunderbares Beispiel dafür, dass Sie wichtige Akteure der Zivilgesellschaft sind. Sie sind Beispiele dafür, wie man sich erfolgreich als einzelner in unterschiedlichen Initiativen engagieren kann, wie man auch wirklich politischen Erfolg erzielen kann. …"

* Herta Wessely,
Obfrau der Bürgerinitiativen-Plattform "Aktion 21 - pro Bürgerbeteiligung",
"... Es sind 6 Diplomarbeiten über den Bacherpark geschrieben worden, eine siebente ist gerade im entstehnen... Hainburg war ein ganz großes Vorbild. Das war eine unglaublich aufregende Geschichte, die uns alle sehr betroffen gemacht hat ... Es ist mir ein ganz großes Anliegen gegen diese Haltung: "Da kann man eh nix machen, die tun eh was sie wollen, anzukämpfen.". Und jetzt kann ich den Leuten sagen: "Stimmt nicht. Man kann etwas machen und es lohnt sich und man kann auch Erfolg haben. Und auf diesen Erfolg kann ich hinweisen und das ist schon sehr überzeugend. ... Jetzt sind wir an der bundesweiten Vernetzung dran. ..."

* Prof. Bernd Lötsch,
Wegbereiter der Ökologiebewegung, u.a. Hainburg und Zwentendorf;
„Wir leben in einer Zeit, wo Mitläufertum wieder zur Schuld wird. Wir sollten leben, dass unsere Kinder sagen können: „Meine Eltern waren wenigsten im Widerstand“. Das ist der Grund, warum ich mich einer Demokratieinitiative eines EU-Abgeordneten angeschlossen habe,… weil meines Erachtens unsere staatsbürgerliche Sorge nicht als Anti-EU-Veranstaltung gedeutet werden soll, sondern verstanden werden soll als ein Beitrag zur EU-Politik, bürgernahen demokratischen Signalen aus den Regionen dieses großen Staatenbundes mehr Respekt und Entscheidungskompetenz zuzugestehen. Wo ist das demokratische Ideal der Bürgernähe am ehesten erfüllt? Auf Gemeindeebene, wo sich Politiker und Bürger kennen. Bei der Landespolitik wird es schon ein bisserl schwieriger und bei der Bundespolitik geht die Bürgernähe verloren zugunsten einer – wie Frau Roher sagen würde – „Zuschauerdemokratie“ und wie ich noch ergänze, einer „interessensgesteuerten Expertokratie.“ Daher halte ich tatsächlich sehr viel von der sinnvollen Korrektur durch engagierte Bürger  … Gibt es so etwas wie „Schwarmintelligenz“. Das fragen sich die Soziologen nämlich angesichts solcher Eregnisse. “

* Dr. Günther Hoppenberger,
Chemiker, Exportkaufmann und Experte des Geldwesens;
„… Ich habe unter dem Motto „Ein Geldzyklus geht zu Ende“, nicht nur Bezug genommen auf die derzeit anstehende oder als Finanzkrise genannte Krise oder Probleme, sondern mein Anliegen in diesem Artikel ist besonders der, aktive Bürger zum Aufwachen zu bringen, sich mit etwas, was man eher wegschiebt von sich, auseinanderzusetzen. Die Geldthematik ist ein äußerst komplexes Gebiet, aber es ist so etwas von primitiv einfach, dass mannur  mit Volksschulkenntnissen kann man das System durchschauen und kann man durchschauen, warum dieses System in periodischen Abschnitten scheitern muß. …“

* Dr. Josef Germ,
ehemaliger Richter am Verwaltungsgerichtshof;
„… Wie ich im Verwaltungsgerichtshof ernannt wurde ist gerade anhängig gewesen die Causa Hainburg und ich habe das hautnah miterlebt, wie auch mit rechtlichen Mitteln durchaus systemimmanent es möglich ist, etwas zum Besseren zu bewirken. Es ist also nicht immer notwenig, dass man einen revolutionären Weg geht, aber manchmal ist es notwendig und das habe ich ansatzweise selbst erlebt und damit beschäftigt sich mein zweiter Beitrag, den ich für dieses Buch geschrieben habe, nämlich „Sitzstreik gegen eine Verkehrshölle“…“
 

* Alexander Sander
Initiator NOPNR.org;
„ … Datenschutz: Wir erleben die Sucht nach immer mehr Daten von Ermittlungsbehörden, von Staaten, die vor allem im Namen der Terrorismusbekämpfung gesammelt und ausgewertet werden. Eines dieser Beispiele ist die Fluggastdatenauswertung, die vor allem von der Europäischen Union vorangetrieben wird. Genau vor einem Jahr hat die Europäische Kommission diesen Vorschlag vorgestellt, Fluggastdaten auszuwerten, und genau vor einem Jahr habe ich Organisation oder Initiative No PNR gegründet, die sich dem entgegen stellen will. ..."

* weitere Beiträge von: Gerald Grüner (recherchierte die Schweizer Demokratie), Viktor Zdrachal (Initiative Sophiensäle), Gernot Neuwirth (Mitbegründer von Greenpeace), Mathias Heckmann (Bürgerinitiatve Augarten), Sissy Sabler (Anti-Gentechnik-Aktivistin), Thomas Palfinger (Student der Politikwissenschaften), Michael Jungwirth (Heiligenstätter Rebell kämpft um die Hohe Warte), Dr. Reingard Hofbauer (Verein Initiative Arsenal), Helmut Hofmann (Sprecher Stadtbildschutz-Initiative Wien-Mitte), Hubert Weißnegger (Einzelkämpfer und Senftenträger).
 



Video: Buchvorstellung: "Mehr Mut, Bürger!
Videogröße 158 MB; Dauer: 43 min

Frage von Wien-konkret an den EU-Abgeordneten Ehrenhauser, ob durch die EU die Bürgerrechte gestärkt oder geschwächt werden und ob es durch die EU mehr Bürgermitbestimmung gibt?

Martin Ehrenhauser verweist auf das Friedensprojekt Europa. Es gebe aber das Recht, dass man Kritik an den Institutionen übe. Die derzeitige Legitimation der Europäischen Union reiche nicht aus. Ehrenhauser glaubt, dass das Europäische Parlament viel zu wenig Rechte hat, z.B. habe es nicht einmal ein Initiativrecht um einen Gesetzgebungsprozess in Gang zu bringen. Selbst verständlich könne man die demokratischen Rechte weiter ausbauen, z.B. die „Europäische Bürgerinitaitive“. Die nötigen Unterstützungsunterschriften von einer Million werden vermutlich nur große Organisationen wie die Kirche oder politische Parteien schaffen. Hier gebe es sehr, sehr viel Verbesserungsvorschläge und Potenzial. Im Bereich Datenschutz gebe es aber Fälle, wo gegen Bürgerrechte ganz klar verstoßen wird. Er könne aber kein pauschales Urteil abgeben.
 

Bestellung

Bestellung für Wien-konkret Leser gratis:
Kennwort: "Wien-Konkret - Mehr Mut, Bürger" 

an office@ehrenhauser.at
mit Postadresse des Bestellers
und das Buch wird vom Bürgerbüro Ehrenhauser zugesandt.
 



Weiterführende Infos:

=> Bürgeinitiativen in Wien
=> Volksbegehren in Österreich
=> EU-kritische Mutbürger (EU-Austrittspartei)
=> Piratenpartei

 





=> Kommentare & Postings eintragen

 

Ehrenhauser & Kirche

Man sollte Martin Ehrenhauser vielleicht mitteilen, dass sich die Kirche nicht in die Politik einmischen darf, das ist schon lange untersagt und würde sie es versuchen würde das einen Aufschrei im zivilisierten Europa geben. Das ein Politiker auch noch anzuregen scheint, dass sich die Kirche einmischen sollte ist ein Schlag in das Gesicht der Demokratie und sollte jedem potenziellen Wähler zu denken geben.

Arnold C.          1. Feburar 2012