Wien

Bilderbuch informiert krebskranke Kinder und deren Eltern

Foto: StR. Mag.a Sonja Wehsely bei der Präsentation des Buches "Hannah, Du schaffst es!"; © Christian Fürthner

Foto: StR. Mag.a Sonja Wehsely bei der Präsentation des Buches "Hannah, Du schaffst es!"; © Christian Fürthner

 Wien (RK). Rund 240 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 19 Jahren erkranken jährlich in Österreich an Krebs, 80 an Leukämie. Etwa 90 Prozent der an Leukämie erkrankten Kinder und Jugendlichen überleben die schwere Krankheit. "Hannah, Du schaffst es!" ist ein Hand- und Bilderbuch zum Thema Leukämie, eine Krankheitserklärung und -begleitung, vor allem für betroffene Kinder und Eltern. Nach einer motivierenden Einleitung - speziell für die Eltern - gibt das Buch viele wertvolle Tipps. Das Bilderbuch ist bei der "Elterninitiative für krebskranke Kinder/ Kinderkrebshilfe des St. Anna-Kinderspitals und AKH-Kinderklinik" unter der Wiener Telefonnummer 408 50 90 oder im Internet (Website Elterninitiative) erhältlich. Pro Buch wird eine Spende von 20 Euro exklusive Portokosten erbeten, für betroffene Familien ist das Buch selbstverständlich gratis. "Es ist ein besonders tragisches Schicksal, wenn ein Kind an Leukämie erkrankt. Diesen Kindern muss in jeder Hinsicht geholfen werden, medizinisch und pflegerisch. Aber auch in psychischer Hinsicht muss alles getan werden, damit es die kleinen PatientInnen leichter schaffen, wieder gesund zu werden. Dieses medizinische Bilderbuch, das von einer betroffenen Mutter zusammen mit Fachleuten geschrieben wurde, unterstützt die Kinder bei ihrem Kampf ums Leben", erklärte am Mittwoch Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely im Rahmen der Buchpräsentation im St. Anna Kinderspital.

Das Bilderbuch führt LeserInnen einfühlsam durch den Krankheitsverlauf und zeigt den Beginn der Erkrankung der kleinen Hannah sowie die gesamte Zeit der medizinischen Behandlung. Es wird die erste Phase der Diagnosefindung genauso bildhaft und anschaulich dargestellt, wie die ersten Schritte der Behandlung. Die vollkommene Lebensveränderung durch die Diagnosestellung wird LeserInnen schrittweise näher gebracht. "Hannah, Du schaffst es!" führt auch in die Welt der Biologie ein. Die verschiedenen Wissensgebiete, die für das Kind notwendig sind, um einE teilnehmendeR PartnerIn der Behandlung zu sein, werden thematisiert. "Hannah, Du schaffst es!" ist aber auch eine liebenswerte Geschichte, die den Kindern Unterhaltungswert bietet und zum Mitmachen einlädt.

"Es war mein Ziel, aus meiner eigenen Erfahrung als Mutter eines ehemals leukämiekranken Kindes, durch dieses Bilderbuch mitzuhelfen, dass es zukünftig die kleinen PatientInnen leichter haben, den Kampf gegen die Leukämiezellen aufzunehmen", so Mag.a Eva Morent-Gran. "Ich habe mir während der Zeit der Behandlung oft überlegt, was meinem Kind zusätzlich zu den bestehenden Aufklärungsmaterialien helfen könnte, um die Krankheit zu verstehen und die Behandlung besser zu bewältigen. In einer der langen Spitalsnächte kam mir die Idee, ein Handbuch zu gestalten. Ein Handbuch, das krebskranken Kindern und deren Eltern konkrete Hilfestellung bei den Herausforderungen in dieser außergewöhnlich schwierigen Lebenssituation bietet. Ein Handbuch, das durch die Leukämietherapie begleitet und kompetente medizinische, psychologische und praktische Tipps gibt. Gleichzeitig sollte es ein unterhaltsames Bilderbuch für die Kinder sein. Meine Freundin Mag.a Willert half mir dann bei der Umsetzung und dem Schreiben des Bilderbuches."

Nach Abschluss der Behandlung habe sie, Morent-Gran, mit den Fachleuten des Spitals den Versuch unternommen, diese Idee umzusetzen. "Ich hoffe, das Bilderbuch wird noch viele Kinder in ihrem Kampf gegen die Leukämie stärken und unterstützen."
 

Medizinische Bilderbücher nehmen Kindern Ängste

"Es wird in der Regel immer wieder unterschätzt, dass gerade die kleinen PatientInnen dankbar sind, wenn man ihnen durch bildhafte Darstellung hilft, die Krankheit und die Behandlung zu verstehen. Dieses Buch schließt eine Lücke in der Aufklärung und stellt somit eine wertvolle psychologische Hilfe für das krebskranke Kind dar. Es ist aber auch eine wertvolle Hilfe für alle Eltern, die mit diesem Bilderbuch dem kranken Kind seelische Unterstützung und Aufklärung durchs Vorlesen geben können", ergänzte Dr. Reinhard Topf, leitender Psychologe im St. Anna- Kinderspital, Projektleiter und Mitautor.

"Gerade für uns ÄrztInnen ist dieses Buch eine ganz besondere Unterstützung in der Betreuung des krebskranken Kindes. Neben der umfangreichen ärztlichen und psychologischen Aufklärung des schwerkranken Kindes braucht es auch kindgerechte Hilfsmittel. Dieses Bilderbuch bietet eine konkrete Hilfestellung in den täglichen Herausforderungen der Behandlung - für das Kind und die Eltern. Es ist für das betroffene Kind ein Begleiter und Ratgeber durch die schwere Zeit der Behandlung und Therapie. Ich bin froh und sehr dankbar, dass Frau Mag.a Morent und Frau Mag.a Willert dieses Bilderbuch gestaltet haben und bin mir sicher, dass noch viele Kinder und Eltern wertvolle Unterstützung dadurch erfahren werden", schloss Univ. Prof. Dr. Helmut Gadner, ärztlicher Direktor des St. Anna-Kinderspitals.
 



Rückfragehinweis:

"Elterninitiative für krebskranke Kinder/
Kinderkrebshilfe des St. Anna-Kinderspitals und AKH-Kinderklinik"
Tel.: 01/ 408 50 90

Dr. Reinhard J. Topf
Leiter der Psychosozialen Gruppe
Leitender Psychologe und Psychotherapeut, St. Anna-Kinderspital
Tel.: 01/ 40 170 2600
E-Mail: reinhard.topf@stanna.at

Mag. Michael Eipeldauer
Mediensprecher StRin. Mag.a Sonja Wehsely
Tel.: 01/ 4000/ 81231 , Handy: 0664/826 84 36
E-Mail: michael.eipeldauer@magwien.gv.at

(RK vom 28.03.2007)


Anmerkung Wien-konkret:
Übermäßiges Telefonieren mit dem Handy könnte Auslöser für Hirntumore und Leukämie sein. Mehr Informationen unter Schutz vor Elektrosmog und auf der Website der Wiener Ärztekammer

Die folgenden Leitlinien für mobiles Telefonieren sollen laut Huber "ausdrücklich nicht nur für Kinder" gelten:

- Kinder unter 16 Jahren sollten Handys nicht benutzen.
- Nur in dringenden Fällen und dann nur kurz telefonieren.
- Handy in der Hosentasche und auch SMS-Versenden unter der Schulbank kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und sollte daher gänzlich unterlassen werden.
- Beim Versenden von SMS das Handy vom Körper fernhalten. - Handy nachts ausschalten - wenn eingeschaltet, nicht in Kopfnähe aufbewahren.
- Nicht in Fahrzeugen (Auto, Bus, Bahn) telefonieren, da hier das Handy mit höherer Leistung strahlt.
- Auch Headsets sind nicht empfehlenswert, da das Kabel häufig wie eine Antenne das Signal weiterleitet.
- Keine Spiele am Handy spielen.
- Handy während des Gesprächsaufbaus nicht an den Kopf halten. - Ein paar Meter Abstand von anderen Personen halten, sie werden mitbestrahlt.
- Weniger Handytelefonate bedeuten weniger Strahlung von Handymasten.
- Internet nur über Kabelverbindungen - UMTS und WLAN führen zu hohen Strahlenbelastungen.
 





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