Wien


Bestrahlung des Kopfes mit Handy am Ohr;
Medizinische Universität Wien, Institut für Umwelthygiene, 1095 Wien

Das mobile Telefonieren mit dem Handy oder dem Schnurlostelefon beruht auf Mikrowellen, die zwischen dem Handymast und dem mobile Endgerät (Handy bzw. Schnurlostelefon) hin und her gesendet werden.

Vorteil: Man kann mobil (ortsunabhängig) Telefonieren.
Nachteil: Speziell der Kopf ist der Mikrowellenstrahlung des Handys ungeschützt ausgesetzt.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz am 28.12.2005 hat nun die Frau Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat, der Präsident des Obersten Sanitätsrates Univ. Prof. Dr. Ernst Wolnar und Univ. Prof. Dr. Michael Kundi vom Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien einen vernünftigen Umgang mit Handys gefordert.

Durch relativ einfache Vorsorgemaßnahmen kann die Strahlungsbelastung reduziert werden:

* In Situationen, wo Sie zwischen Handy und Festnetz wählen können, nutzen Sie das Festnetz
* Fassen Sie sich kurz
*
Wenn möglich, nicht bei schlechtem Empfang telefonieren
* Telefonieren Sie möglichst wenig im Auto
*
Benutzen Sie Headsets
*
Platzieren Sie Ihr Handy im eingeschalteten Zustand über Nacht in einiger Entfernung (nicht auf oder unter dem Kopfpolster)
*
Schicken Sie ein SMS statt zu telefonieren

„Mit den oben aufgeführten Empfehlungen lässt sich die persönliche Strahlenbelastung einfach und effizient minimieren, ohne auf die Vorteile eines Handys, die oft lebensrettend sind, verzichten zu müssen. Eltern sollten ihre Kinder diesbezüglich instruieren und entscheiden, ab wann ein Handy für ihr Kind sinnvoll ist.“ Qu: Homepage des Gesundheitsministeriums vom 28.12.2005 
 



Weiterführende Information:

* Buchpräsentation: Nebenwirkung Handy (6.11.2007)

* Wiener Ärztekammer Presseaussendung vom
25.9.2007: Mobilfunk: Ärztekammer sieht sich in ihren Warnungen bestätigt

* Wiener Ärztekammer: Presseaussendung vom
8.8.2005 „Handystrahlung: Für Ärzteschaft gilt das Vorsorgeprinzip"

* Österreichische Ärztekammer: Presseaussendung vom
30.8.2005: Handy, Schnurlos & Co: Ärzte warnen vor Langzeitfolgen

* Internetseite: 
Schutz-vor-Elektrosmog 

* Informationen zum Thema Messungen von Mobilfunkstrahlung in Wien und Umgebung

Autor: Mag. Robert Marschall



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1.6.2011 "Kleine Zeitung" Kommentar: "Die letzte Wahrheit über das Mobiltelefon"

von Ernst Sittinger; Ausgabe vom 02.06.2011

Es ist seltsam, dass man im Zeitalter komplexester Wissenschaft auf überschaubare Fragen keine klaren Antworten bekommt. Die Schädlichkeit der Handystrahlung ist so eine Frage. Hundert Studien dazu hat ein österreichisches Gremium durchgesehen. In Lyon, Hamburg und Washington haben Fachleute aus 14 Ländern konferiert.Ergebnis all der Mühe: Nix Genaues weiß man nicht.
   Mobilfunk sei "möglicherweise krebserregend", sagen die internationalen Experten. Das Handy sei "ungefährlicher als angenommen", sagt hingegen das heimische Gremium und mahnt zum "sorgsamen Umgang" mit dem Gerät. Der Laie soll also mit einem harmlosen Ding sorgsam umgehen, weil es vielleicht gar nicht so harmlos ist. Möglicherweise.
   Die Schädlichkeit der Strahlung mag in Zweifel stehen, die Schädlichkeit solcher Studienergebnisse liegt klar auf der Hand: Hier schafft Wissenschaft nicht Wissen, sondern es werden fahrlässig Glaubenskriege befeuert. Kaum waren die Resultate bekannt, tobte in den Internetforen schon der Wettkampf der paranoiden Eiferer, die nicht Argumente austauschen, sondern Argwohn und Generalverdacht. Die Handy-Gurke hat die spanische Gurke als Menschheitsfeind Nummer eins in Rekordzeit abgelöst. Morgen kommen dann wieder SARS und Rinderwahn an die Reihe.
   Um hinter manchem dünnen Studienergebnis reale Macht- und Geschäftsinteressen zu sehen, braucht man indes nicht paranoid zu sein. Fünf Milliarden Handys gibt es weltweit, und angesichts der noch immer rasanten Ausbreitung dieser Technik kommt man an einen Punkt, wo gar nicht sein kann, was nicht sein darf. Wie wollte man im Ernstfall denn diese Geräte stilllegen, wenn man schon an der Abschaltung von zwei Dutzend Atomkraftwerken real scheitert? Das Mobiltelefon ist längst ein Körperteil des Maschinenmenschen, seine Entfernung gliche einer Amputation.
   Der Geist ist also aus der Flasche, und Spielzeuge, die man dem Menschen gegeben hat, kann man ihm nicht mehr wegnehmen. Wie bei fast jedem Gerät ist die Gefahrenabwehr keine technische Aufgabe, sondern eine pädagogische: Vernünftig umgehen müsste man mit dem Glumpert halt! Das wird ein frommer Wunsch bleiben. Auf öffentlichen Plätzen, in Cafés und in der Straßenbahn zeigt sich, dass der Mensch schwatzhaft ist. Die Gefahr nimmt er in Kauf. Man lebt gerne ungesund, wenn es nur bequem ist. Und die armen, ratlosen Mobilfunk-Experten? Die hätten halt den Telefonjoker wählen sollen.

Rückfragehinweis:    Kleine Zeitung, Redaktionssekretariat, Tel.: 0316/875-4032, 4033, 4035, 4047,
OTS0324    2011-06-01/20:02

Anmerkung Wien-konkret: Die Mobilfunkexperten sind nicht ratlos.
Die bekommen für ihren Job ein gutes Gehalt und machen eben genau das, was der Auftraggeber beauftragt.
   Erschütternd ist, dass eine Technische Universität Wien von A1-Mobilkom gesponsert wird und dann Studien über das "beste" Mobilfunknetz in Österreich herausgibt.
Einzelne TU-Professoren nehmen sogar zu gesundheitlichen Auswirkungen Stellung.
Die medizinische Universität Wien sagt zum Gesundheitsproblem der Mobilfunkstrahlung leider gar nichts. Dabei hätte man als Steuerzahler hoffen können, dass die Mediziner für unser Steuergeld auch eine Forschung betreiben, die der Bevölkerung weiterhilft.
   Und was machen die Österreichischen Gerichte bei Unterlassungsklagen nach §364 ABGB wegen der Strahlungsbelastung durch den Handymast am Nachbargrundstück? Die Klagen werden vom Gericht abgewiesen mit der Begründung, dass keine gesundheitlichen Schäden nachgewiesen sind, die auf einen Handymasten zurückzuführen sind.
   Wahrscheinlich wartet der Gesetzgeber (dzt. SPÖ & ÖVP) wie bei Nikotin und Asbest zuerst Jahrzehnte, bis man dann mit der teuren Sanierung bei Mensch  und Gebäuden beginnt. Bei Neubauten müssen dann nachträglich erst wieder Festnetzkabel verlegt werden, die man geglaubt hat sich ersparen zu können.



KEINE KREBSGEFAHR DURCH HANDYS?

(Kleine Zeitung Kärnten: Sa, 28.Mai 2011; DIDI HUBMANN)

Sie wollen wissen, ob Mobilfunkstrahlung krebserregend ist?
Nehmen Sie 100, von Mobilfunkkonzernen finanzierte Studien und Sie können davon ausgehen, die Strahlung ist garantiert nicht krebserregend.
Vergleichen Sie jedoch 100 unabhängige Studien zum selben Thema: Siehe da! Es besteht ein Zusammenhang zwischen Hochfrequenzstrahlung (Mobilfunk, WLAN, Mikrowelle, Schnurlostelefone) und Krebs.
Wenn Hochfrequenzstrahlung, wie in dem Artikel beschrieben, so harmlos ist, warum fordert die Wiener Ärztekammer dann ein Verbot von Handynutzung für Jugendliche unter 16 Jahren?
Warum haben sich Hirntumore hinter dem rechten Ohr in den letzten 10 Jahren drastisch gehäuft? Wenn nicht die Handynutzung dafür verantwortlich ist, was ist es dann? Zu viel Viagrakonsum vielleicht?
Und warum wird in besagtem Artikel ein „sorgsamer Umgang“ mit Mobiltelefonen empfohlen, wenn es ja ach so ungefährlich ist?

Lieber Leser, glauben Sie bitte weder mir, noch irgendwelchen Studien, und Zeitungsartikeln, noch sonst jemand.

Probieren Sie es doch einfach aus:
* Telefonieren Sie mindestens eine Stunde pro Tag.
* Um die Wirkung zu steigern, suchen Sie sich eine Wohnung mit direkter Einstrahlung von Hochfrequenz durch einen Mobilfunkmasten.
* Mikrowellenherd in der Küche bitte nicht zu vernachlässigen. Möglichst oft benutzen und direkt vorm Sichtfenster stehen bleiben.
* WLAN bitte immer eingeschaltet lassen, damit auch sicher die ganze Wohnung verstrahlt ist, inklusive der Nachbarswohnungen.
* Zusätzlich empfehlenswert ist ein Schnurlostelefon in der Wohnung. Die Basisstation strahlt immer, auch wenn Sie nicht telefonieren. So stärkt das die Wirkung. Auch für die Nachbarn.
Und um die tägliche Strahlenexposition noch zu erhöhen, drehen Sie auf Ihrem Handy das Internet auf und lassen es bitte eingeschaltet, auch wenn Sie es nicht benutzen.

Je mehr Menschen sich an dieser Selbststudie beteiligen, und je effektiver Sie das machen, desto schneller werden die gesundheitlichen Risken von Hochfrequenzstrahlung offensichtlich.
Wir Menschen brauchen einfach ein Weilchen, um zu kapieren, was die Folgeschäden von diversen gewinnbringenden Neuerrungenschaften sind, auch wenn die Anzeichen schon längst ersichtlich sind.

MMag Ina Helldorff – 1130 Wien     31. Mai 2011