Wien

Das Lärmproblem entlang der A22 Donauuferautobahn in Wien

Bilder: Foto vom Wohnzimmer auf die A22 und die dazugehörige Lärmkarte


Bilder: Foto vom Wohnzimmer auf die A22 und die dazugehörige Lärmkarte; © IG Donaucity

Bewerbung des Wohnobjektes:
Beworben wurde die Donaucity so: "man wird von der nahen A22 nichts hören, nichts sehen und  nichts riechen".
Es gab ganz konkrete Pläne die A22 bis zur Brigittenauer Brücke einzuhausen und zu bebauen. Die Tatsache, dass als Räume der Wohnungen zur A22 weisen, beweist weiters, dass alles ganz anders geplant war, dann jedoch die Menschen ihrem lauten Schicksal überlassen wurden. 

Wirklichkeit:
Bei uns rasen täglich 120.000 Fahrzeuge an den Schlafzimmerfenstern vorbei, ohne jeglichen Schutz. Offiziell verhindert eine Dienstanweisung des BMVIT aus dem Jahr 2006 den Schutz von Gebäuden, die nach 1.1. 1996 baugewilligt wurden (DC Mai 1996). Ganz egal wie laut es dort ist!!!. Natürlich gibt es Ausnahmen, wenn dies politisch gewünscht ist. Wir allerdings rennen seit Jahren gegen eine Wand, obwohl eine lärmtechnische Untersuchung der ASFINAG (!) bis zu 70 Dz nachts bescheinigte.
 
Mehr Infos => Interessensgemeinschaft Donaucity





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Lärm in der Gregorygasse

Lärm in der Gregorygasse nimmt stetig zu. Besonders der autoverkehr, auch in der Nacht. Wir wohnen genau auf Strassenseite. Man kann gar nicht mehr Fenster offen halten, Türen knallen zu, Geschrei beim ein- und austeigen. Und keiner hält sich an Geschwindigkeitsgrenze. Außerdem fährt ständig Baustellenverkehr durch. Das geht den ganzen Tag. Kann man nicht irgendetwas unternehmen. Z.B. eine einbahn, oder zumindest LKW Verbot....

Elisabeth H.           23. August 2012

Antwort Landespolizeidirektion Wien vom 2.10.2012
Zu Ihrem Schreiben vom  teilen wir Ihnen mit:
Die Gregorygasse ist für alle Verkehrsteilnehmer unter den gleichen Bedingungen nutzbar, somit auch für Lastkraftwagen. Diese Straße stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Erlaaer Straße und der Breitenfurter Straße dar, wodurch eine höhere Verkehrsfrequenz erklärbar ist.
  
In der Gregorygasse sind mehrere Niveauerhöhungen zum Zwecke der Geschwindigkeitsreduzierung angebracht. Schon auf Grund des Nahebereiches einer Polizeiinspektion bedingt, werden relativ häufig Geschwindigkeitskontrollen mittels Laserpistole durchgeführt. Darüber hinaus befindet sich die Gregorygasse im Einsatzplan der motorisierten Verkehrsgruppe des Landesverkehrsamtes, was bedeutet, dass dort planmäßig zu Tages- und Nachtzeiten  Geschwindigkeits-überwachungen mit einem Radarfahrzeug durchgeführt werden.

Dr. Jedelsky
Leiter der Bürgerinformation
Büro  Öffentlichkeitsarbeit
Schottenring 7-9
A-1010 Wien
Tel.  :+43-1 31 310 /



Verkehrszunahme in Wohnsiedlung, Wien 23. Bezirk:

Sehr geehrter Hr. Mag. Marschall!

Seit meiner Geburt vor 28 Jahren wohne und lebe ich in der Karl-Heinz-Straße, Hausnummer 51, im 23. Wiener Gemeindebezirk. Wenn ich an meine Kindheit in den 80er Jahren zurückdenke, sind das Erinnerungen an eine idyllische Siedlung mit Einfamilienhäusern. In 5 Minuten war man zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der Natur am Liesingbach. Die Straßen, besonders die Karl-Heinz-Straße, waren wenig befahren, gefahrlos zu überqueren und ruhig.

In den 90er Jahren riss man das alte Osram-Fabriksgelände ab und baute eine riesige Wohnhausanlage am Ende der Karl-Heinz-Straße (Sackgasse) mit der Hausnummer 67. Diese Anlage befindet sich 200 m von dem Zweifamilien-Haus, in dem ich wohne. Seit dem Zeitpunkt, als dort Bewohner einzogen, verstärkt sich der Verkehr in dieser Straße, ja in der gesamten Siedlung, kontinuierlich. Denn die Karl-Heinz-Straße ist die direkte Verbindung zwischen Wohnhausanlage K.H.str. 67 und Breitenfurter Straße, die Zubringer zur A 23 usw. ist.

In den vergangenen Jahren wurde der Straßenverkehr wirklich extrem, vor allem in den Stoßzeiten (zwischen 7 und 8 Uhr Früh und 17 bis 19 Uhr abends) passiert ein Auto nach dem anderen die Karl-Heinz.-Straße. Zwar existiert eine 30er Zone, jedoch können Sie sich vorstellen, dass auf das Tempolimit kaum geachtet wird. Die Folgen für die Bewohner der Einfamilienhäuser, unter anderem für mich und meine Großmutter, unsere Nachbarn etc. sind eklatant: mehr Lärm, schlechtere Luft durch den Verkehr, weniger Sicherheit beim Überqueren der Straße … eine Wertminderung der Grundstücke ergibt sich von selbst.

Als besonderen Punkt möchte die die Parkplatz-Situation ansprechen. Abends, in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen ist die Karl-Heinz-Straße komplett mit Autos zugeparkt, teilweise auch von Lastwägen und Lieferwägen (Dienstfahrzeuge), aber diese Fahrzeuge gehören nicht den Anrainern der Einfamilienhäuser, sondern tatsächlich den Bewohnern der K.H.str. 67. Dort gibt es zwar eine Tiefgarage, aber natürlich ist diese kostenpflichtig, und so parkt man überall anders als dort. Auch Einfahrten in Garagen sind öfters verstellt. Mit dem eigenen PKW kann ich persönlich oft nicht vor der 3 m langen eigenen Einfahrt parken, weil sich andere Autos rücksichtslos knapp an die Einfahrt „kleben“.

Jetzt meine konkrete Frage: wie kann ich mich als Anrainer gegen den Verkehr „wehren“ (sie wissen, was ich meine)? Wo kann ich einen Antrag einbringen, dass z.B. eine Wohnstraße angedacht wird oder dass man aus der Karl-Heinz-Straße eine Einbahnstraße macht (was den Verkehr verringern würde), dass z.B. bauliche Veränderungen an der Straße vorgenommen werden wie Bodenschwellen? Wie stehen die Chancen, dass ein solcher Antrag Erfolg hat und was kann man in die Richtung tun?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir weiterhelfen können!

Mit freundlichen Grüßen
Dipl.-Päd. Gerhard R.
Verzweifelter Anrainer der Karl-Heinz-Straße in Wien 23     Email 29. April 2008