Wien
    

Übersäuerung - Volkskrankheit Nr. 1



Mag. Dagmar Mayer, Ernährungs- wissenschaftlerin

Gastkommentar Mag. Dagmar Mayer 
Ein Großteil der Bevölkerung ist übersäuert. Von Übersäuerung spricht man, wenn der Säure-Basen-Haushalt des Körpers ins Ungleichgewicht geraten ist. Neuere medizinische Studien zeigen eindeutig, dass Übersäuerung die Hauptursache aller Zivilisationskrankheiten ist. Das Problematische an der Übersäuerung ist, dass sie sich über Jahre hinweg schleichend aufbaut, ohne große Beschwerden zu verursachen. Wenn die ersten Symptome auftauchen, werden sie meist nicht damit in Zusammenhang gebracht. Es gibt viele Faktoren, die den Körper in die Übersäuerung führen. Die wichtigsten sind Stress und falsche Ernährung (z. B. zu viel Eiweiß, Zucker, Softdrinks) aber auch Elektrosmog oder Hochleistungssport können dazu führen. Anzeichen für einen übersäuerten Körper sind unter anderem Energie- und Antriebslosigkeit, Sodbrennen, Magenprobleme, Verdauungsstörungen, Blähungen, Cellulite, Hautkrankheiten, Gewichtszunahme, Arthritis, Rheuma, Gicht, Knorpel- und Gelenksprobleme, Nierensteine, Arteriosklerose, Immunschwäche, frühzeitiges Altern und hormonelles Ungleichgewicht.
   Der deutsche Biochemiker Otto Heinrich Warburg, einer der führenden Zell-Biologen des 20. Jahrhunderts und Nobelpreisträger für Medizin entdeckte, dass eine der Ursachen für Krebserkrankungen eine Übersäuerung des Körpers ist. Jede/r Krebskranke ist auf zellulärer Ebene übersäuert. Je mehr es gelingt, einen übersäuerten Körper wieder in den basischen Bereich zu bringen, umso gesünder wird er wieder, Symptome bessern sich und verschwinden schließlich ganz. Was man gegen Übersäuerung des Körpers tun kann lesen Sie in der nächsten Ausgabe.
 

Was tun gegen Übersäuerung?

Übersäuerung beeinträchtigt sämtliche Lebensfunktionen und führt zu chronischen Beschwerden und Krankheiten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen übersäuerten Körper wieder in den gesunden basischen Bereich zu bringen.
   An erster Stelle steht eine Ernährung mit überwiegend basenbildenden Lebensmitteln wie Gemüse, ausgereiftes Obst, Kartoffeln, Pilze, Kräuter.
  
Zucker ist ein starker Säurebildner. Deshalb sind alle Lebensmittel, die viel Zucker und weißes Mehl enthalten, zu meiden. Neben der richtigen Ernährung sollte man seinen Körper ausreichend mit Flüssigkeit versorgen (Mindestmenge 2,5 l pro Tag). Dadurch gibt man den Nieren die Chance, saure Stoffwechselverbindungen über den Urin ausscheiden zu können. Wichtig ist dabei, dass man viel stilles Wasser trinkt und alle (kohlen-) säurehaltigen Getränke wie Cola, Limonaden, Wellnessgetränke und Mineralwasser meidet, da auch Kohlensäure übersäuert. Vorsicht ist geboten bei der Einnahme von häufig empfohlenen Basenpulvern und -kapseln, da diese nur die Symptome beheben, allerdings keine Wirkung auf zellulärer Ebene haben.
   Am effektivsten und schnellsten kann ein Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts im Körper - auch auf zellulärer Ebene - durch das Trinken von basischem, ionisierten Wasser mit hexagonaler Struktur (z. B. mit Kangen Wasser) erreicht werden. Auch Kräutertees und frisch gepresste Gemüsesäfte wirken basisch.
Besonders wichtig neben der richtigen Ernährung sind aber auch ausreichend Bewegung, Schlaf und Entspannung.
   Ärger („Ich bin sauer“) macht im wahrsten Sinne des Wortes auch ihren Körper sauer. Beachten Sie, dass der Weg zum Wunschgewicht auch über einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt führt.

 
von Mag. Dagmar Mayer Ernährungswissenschaftlerin
Institut für Ernährung und Wohlbefinden

Adresse: Hochmüllergasse 13, A-4810 Gmunden, OÖ
Telefon: 0664-25 30 205  
E-mail: mayer.dagmar@gmx.at
Website: http://www.ernährung-wohlbefinden.at/





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