Wien
    

Rauchen bei Jugendlichen


Langfristige Schäden möglich

Weniger Männer rauchen, immer mehr Frauen und Männer geben es auf. Das ist der positive Trend, der in den letzten Jahren in Österreich zu beobachten war. Doch dem steht eine alarmierende Entwicklung gegenüber: Rauchende Jugendliche werden immer jünger. 22 Prozent der Burschen und 18 Prozent der Mädchen beginnen laut Österreichischer Krebshilfe im Alter von bis zu 15 Jahren regelmäßig zu rauchen.

"Wer vor dem 17. Lebensjahr mit dem Rauchen beginnt, hat ein doppelt so hohes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Ziel muss sein, möglichst viele Jugendliche davon abzuhalten, mit dem Rauchen zu beginnen", sagt Mag. Andrea Lehner vom Österreichischen Jugendrotkreuz. Kampagnen sollten allerdings nicht mit dem "erhobenen Zeigefinger" arbeiten. Im Gegenteil: Durch Selbstwertstärkung sollen die Kinder gar nicht erst zum Glimmstängel greifen.

Nicht nur die körperliche Entwicklung, zum Beispiel der Lunge, wird durch frühes Rauchen beeinträchtigt. Lehner: "Rauchen ist schädlich, das ist bekannt, ebenso dass Abschreckung nichts hilft. Gerade Jugendliche brauchen eine gute Portion an Selbstbewusstsein um dem Gruppendruck, rauchen zu müssen um "in" zu sein, zu widerstehen." US-Studien haben gezeigt, dass Erwachsene kaum Raucher sind, wenn sie nicht bis zum 20. Lebensjahr damit begonnen haben. Lehner: "Wer nicht zu Rauchen beginnt, schafft für sich selbst die besten Voraussetzungen für einen gesunden Lebensstil."

 

Autor: Österreichisches Rotes Kreuz