Rotes Kreuz organisiert im 2. Bezirk ein zweiwoechentliches TreffenWien (Rotes Kreuz) – Die Familie ist der Welt groeßter Pflegeplatz. 540.000 der insgesamt rund 600.000 hilfs- und pflegebeduerftigen Menschen Oesterreichs leben zu Hause und werden von der Familie betreut.
"Aus vielen Gespraechen und den Erfahrungen bei unseren Einsaetzen wissen wir, dass sich betreuende Angehoerige vor allem mehr Information wuenschen, aber auch Entlastungsmoeglichkeiten fuer ihren Pflegealltag" so die Organisatorin Gertraud Bayer vom Wiener Roten Kreuz. Deshalb der Rotkreuz-Stammtisch „ fuer betreuende und/oder pflegende Angehoerige" fuer alle, die heute, morgen oder uebermorgen aeltere Menschen betreuen oder pflegen muessen und sich fuer die Bewaeltigung dieser Aufgabe Unterstuetzung wuenschen. Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat (ausgenommen Feiertage) findet diese Veranstaltung von 17:00 Uhr bis ca. 19:00 Uhr in der Rotkreuz-Bezirksstelle Bertha von Suttner im 2. Wiener Gemeindebezirk in der Negerlegasse 4, Stiege 3 (Eingang Schoellerhofgasse in der Naehe der U-Bahn-Station Schwedenplatz) statt. Es ist fuer die Teilnahme keine Anmeldung erforderlich, es wird auch kein Mitgliedsbeitrag eingehoben.
„Den Hauptanteil an Betreuung und Pflege leisten nach wie vor Frauen, die mit wenig Unterstuetzung und kaum Anerkennung Unglaubliches leisten. Frauen, die dem Prozess des Aelterwerdens der eigenen Angehoerigen mit seinen oft einschneidenden Veraenderungen haeufig hilflos gegenueber stehen und sich ueberfordert und allein gelassen fuehlen - und es sehr oft auch sind“, erklaert die Rotkreuz-Mitarbeiterin Bayer. Durch die sukzessive Uebernahme von Betreuungsaufgaben bis hin zur kompletten Pflege eines Angehoerigen kommt es zur Rollenumkehr des "Eltern-Kind-Verhaeltnisses". Damit verbunden haeufig zu Belastungen der gesamten Familienstruktur durch Veraenderungen der Lebensplanung, Angebundensein, Isolation, aber auch durch verschiedene Sichtweisen des Gesundheitszustandes des zu Betreuenden. Alle diese Faktoren (und noch viele mehr) koennen zu einer schweren physischen und psychischen Belastung werden, die auch die Gesundheit der betreuenden Person(en) gefaehrden kann.
„Unser Stammtisch will daher seine Unterstuetzung nicht erst dann anbieten, wenn der belastende Pflegealltag alle Energie der Betreuungsperson aufgefressen hat, sondern bereits bei den ersten Problemen, die das Aelterwerden der Angehoerigen mit sich bringt“, so Bayer weiter. Von Gespraechsrunden, Wissensvermittlung ueber den alternden Menschen und verschiedene Moeglichkeiten das Zusammenleben positiv zu gestalten bis hin zur Entspannung und "Spass haben" soll das Angebot des Stammtisches reichen und damit auch einen kleinen Beitrag zum besseren Zusammenleben der Generationen leisten.
Sie erreichen die Verantwortlichen des "Stammtisches" auch per Mail stammtisch@w.roteskreuz.at sowie auf einer eigenen Hotline 0664 6046-21-6078.
Rueckfragehinweis: OERK-Pressestelle Gerald Czech Tel. 01/589 00-154 gerald.czech@roteskreuz.at
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