Wien

Organspender-Widerspruch:

Will man in Österreich nicht zum Organspender werden, dann muss man aktiv einen Widerspruch kundtun.
(In Deutschland ist es umgekehrt. Dort gilt die Entscheidungslösung. Organe und Gewebe dürfen in Deutschland nur dann nach dem Tod entnommen werden, wenn die verstorbene Person dem zu Lebzeiten zugestimmt hat.)

Wie geht der Widerspruch in Österreich?
a) mit einem Schreiben in der Geldbörse (Widerspruch zu Organspende: Ich, Vorname Nachname, lehne eine Organspende ab. Ort, Dautm und Unterschrift)

b) mit einem Widerspruch im Widerspruchregister.



Die ausgefüllten Formulare (mit Originalunterschrift) über den Widerspruch gegen die Organspende müssen per Post an folgende Adresse geschickt werden:

     Gesundheit Österreich GmbH 
     Widerspruchsregister
     Stubenring 6
     1010 Wien


 
Der Widerspruch gilt nicht nur für Organe im eigentlichen Sinne (sogenannte „solide Organe“), sondern auch für Organteile, Gewebe und Zellen.
Die österreichische Widerspruchsregelung ist im Bundesgesetz über die Transplantation von menschlichen Organen verankert (Organtransplantationsgesetz – OTPG; BGBl I 2012/108).

Mit 31. Dezember 2018 waren 44.627 Personen im Widerspruchsregister eingetragen, 37.151 davon haben ihren Wohnsitz in Österreich. Auch Ausländer können in Österreich einer Organspende widersprechen.

Kontakt: Gesundheit Österreich / ÖBIG-Transplant, Tel.: 01 515 61-0
 



=> Kommentare & Postings eintragen