Auf typische Februar-Tage mit Kälte und Wind folgen Tage mit frühsommerlichen Temperaturen, die knapp bis an die 20 Grad reichen. Kein Wunder, daß der Organismus bei derart großen Wetterumstellungen binnen kürzester Zeit Schwierigkeiten bekommt. "Als wetterfühlig werden Menschen bezeichnet, die Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur und andere Faktoren verstärkt wahrnehmen und darauf übermäßig reagieren", sagt Dr.Heinz Peter Slatin, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes.
Die Beschwerden sind vielfältig und gehen weit über "einfache" Kopfschmerzen hinaus: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Einschlafstörungen, Migräne bis hin zu Kreislauf-Zusammenbrüchen sind möglich. "Manche Menschen reagieren gereizt oder nervös, bei anderen kommt es zu depressiven Verstimmungen", so Slatin.
Die Symptome würden natürlich auch vom allgemeinen Gesundheitszustand und dem Alter abhängen. Ein gesunder Mensch könne die Wetterreize gut ausgleichen, Krankheiten und falsche Ernährungs- oder Lebensgewohnheiten könnten aber die Wetterfühligkeit verstärken. Jüngeren Menschen genüge oft schon eine Pause von wenigen Minuten, um sich zu erholen. Ältere Menschen hingegen sollten keine großen körperlichen Anstrengungen unternehmen.
Slatin rät dazu, möglichst viel Zeit im Freien an der frischen Luft zu verbringen - auch wenn es kalt ist. So werde der Körper an die verschiedenen Wetterreize gewöhnt, "ein abgehärteter Körper kann sich besser auf das Wetter einstellen." Auch Saunabesuche würden dazu beitragen