ScharlachEine typische Kinderkrankheit
Scharlach wird durch Bakterien hervorgerufen. Noch vor einigen Jahrzehnten ist diese Krankheit manchmal sogar tödlich verlaufen. Heute lässt sie sich mit Antibiotika einfach behandeln. "Wichtig ist, das Kind rasch zu einem Arzt zu bringen. Nur er kann den Erreger feststellen und das entsprechende Antibiotikum verschreiben. Richtig behandelt, ist Scharlach schon nach 48 Stunden nicht mehr ansteckend", sagt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.
Scharlach hat zahlreiche Symptome. Es beginnt meist mit plötzlichem hohen Fieber. Halsschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Übelkeit sowie ein weißer Belag auf der Zunge, die sich später himbeerfarben verfärbt, sind typische Anzeichen. Nach etwa zwei Tagen bildet sich an Bauch, Brust und Hals ein Hautausschlag. Feinböck: "Dabei entstehen zahlreiche, eng aneinanderliegende rote und rauhe Flecken. Nach etwa ein bis zwei Wochen gehen die meisten Symptome zurück. Die Haut beginnt sich zu schälen."
Übertragen wird Scharlach durch eine Tröpfcheninfektion, also durch Anhusten oder Niesen. Es dauert bis zu fünf Tage, bis die Krankheit ausbricht. Um ernste Komplikationen zu vermeiden, muss die Krankheit rasch behandelt werden. "Scharlach kann unbehandelt rheumatisches Fieber, Herzmuskel- oder Nierenentzündungen, eitrige Abszesse im Rachen oder eine Mittelohrentzündung auslösen. Durch die Behandlung mit Antibiotika sind schwere Folgeerkrankungen aber nur mehr selten", sagt Feinböck.
"Während der ersten Tage sollte das Kind im Bett bleiben. Die Antibiotika sollten unbedingt so lange verabreicht werden, wie es der Arzt verordnet hat. Halswickel, Gurgeln mit Kamille, Bestrahlungen mit Rotlicht und kalte Umschläge können die Beschwerden lindern, ersetzen aber nicht die Behandlung mit Antibiotika", so Feinböck.
Die Erkrankung an Scharlach führt im Gegensatz zu anderen Kinderkrankheiten zu keiner Immunität. Da es mehrere auslösende Bakterientypen gibt, kann Scharlach sogar noch mehrmals auftreten. Die Krankheit verläuft dann aber meist in einer schwächeren Form. |