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Thrombosegefahr im Flugzeug



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Vor allem bei längerer Flugdauer

Aufstehen und die Beine vertreten - mit dieser einfachen Methode läßt sich einer Reisekrankheit vorbeugen, die bei den immer beliebter werdenden Fernreisen immer häufiger auftritt. "Während stundenlanger Flugreisen können durch Bewegungsmangel gefährliche Thrombosen entstehen, die sogar zum Tod führen können", sagt Oberarzt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.

Die in Flugzeugen oft sehr eng bemessene Beinfreiheit in Kombination mit stundenlangem Sitzen begünstige das Entstehen von Thrombosen (Blutpfropfen in den Blutgefäßen) in den Beinen. Würden sich diese Pfropfen lösen und in die Lunge gelangen, könne eine lebensbedrohende Lungenembolie entstehen. Besonders gefährdet sind schwangere, rauchende, übergewichtige, tumorkranke und ältere Flugpassagiere. Auch die Pille stellt eine Gefährdung dar, insbesonders bei Raucherinnen.

Anschwellende Beine, ziehende Schmerzen, eine hohe Schmerzempfindlichkeit, Verfärbung oder Krämpfe könnten Kennzeichen einer Thrombose sein, so Feinböck. Bestehe der Verdacht auf eine Thrombose, dürfe das Bein nicht mehr bewegt werden. "Bewegung ist aber die einfachste Methode, um die Entstehung von Thrombosen während Flugreisen zu verhindern", sagt Feinböck. "Kreisen Sie mit den Füßen, bewegen Sie diese auf und ab und gehen Sie immer wieder einige Schritte."

Daneben gibt es noch einige andere Möglichkeiten, um das Thromboserisiko zu verringern. So sollte etwa auf Medikamente, wie Schlafmittel oder Beruhigungsmittel, verzichtet werden. Im Schlaf sacke der Körper zusammen, dabei könnten Blutgefäße eingeklemmt werden. Große Menschen könnten schon bei der Buchung vorsorgen und zwecks mehr Beinfreiheit einen Platz direkt neben dem Gang wählen. Flugpassagiere, die Krampfadern haben, familiär vorbelastet sind oder denen die Füße leicht einschlafen, sollten Kompressionsstrümpfe tragen.

"Machen Sie sich den Flug so angenehm wie möglich. Tragen Sie bequeme Kleidung. Trinken Sie viel Fruchtsäfte oder Tee, während eines zehnstündigen Fluges etwa eineinhalb Liter", empfiehlt Feinböck. Auf Alkohol sollte verzichtet, beim Essen auf leichte Kost geachtet werden. Ständig benötigte Medikamente gehören laut Feinböck unbedingt ins Handgepäck.

Autor: Österreichisches Rotes Kreuz