Wien
    

Ernährung bei Krebs

Auch zur Vorbeugung

Richtige Ernaehrung kann das Risiko, an Krebs zu erkranken, verringern. Sie ist aber auch fuer Krebskranke wichtig. "Grundsaetzlich gelten fuer Gesunde und Kranke die gleichen Ernaehrungsrichtlinien. Eine ausgewogene und gesunde Ernaehrung hilft Krebskranken, das Abwehrsystem zu staerken, Ernaehrungsmaengel zu beheben und das allgemeine Befinden zu verbessern. Ausserdem wird der Heilungsprozess gefoerdert", sagt Dr. Christian Feinboeck vom Oesterreichischen Roten Kreuz. "Jede Krebsbehandlung verursacht Nebenwirkungen, wie etwa Appetitlosigkeit oder Verstopfung. Derartige Nebenwirkungen koennen ebenfalls durch die richtige Art und Weise der Ernaehrung gelindert werden."

Strahlen- oder Chemotherapien haben zahlreiche Nebenwirkungen. Grundsaetzlich sind diese Therapien aber vertraeglicher, wenn sich der Kranke schon davor eiweiss- und vitaminreich ernaehrt. Uebelkeit ist eine der haeufigsten Nebenwirkungen. Feinboeck: "Warme Speisen bekommen oft besser als heisse oder kalte. Fluessige oder breiige Speisen werden besser vertragen, weil sie nicht so lange im Magen bleiben. Verwenden Sie keine scharfen Gewuerze, sondern besser Kraeuter."

Bei Erbrechen und Uebelkeit sind ungesuesster Tee, Fleisch- oder Gemuesebruehe sowie Mineralwasser ohne Kohlensaeure zu empfehlen. Feinboeck: "Trinken Sie viel Fluessigkeit in kleinen Schlucken. Bessern sich die Beschwerden, koennen leicht verdauliche Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Spinat, mageres Fleisch oder Teigwaren den Speiseplan ergaenzen. Essen Sie oefter kleine Portionen." Auch Durchfall oder Schmerzen in Mund und Rachen lassen sich durch entsprechende Ernaehrung lindern.

Generell sollten Krebskranke dann essen, wenn sie Appetit haben - auch wenn es mitten in der Nacht ist. Feinboeck: "Appetitanregend kann auch ein schoen gedeckter Tisch oder ein besonders schoen angerichteter Teller sein; das Auge isst bekanntlich mit. Essen Sie fuenf bis sieben kleine Mahlzeiten taeglich. Fuer zwischendurch sollten Naschereien wie Kekse, Nuesse, Studentenfutter oder Joghurt bereitliegen. Bis zu zwei Liter Wasser sollten pro Tag getrunken werden, allerdings besser nicht zu, sondern zwischen den Mahlzeiten."